"Bewegung als Motor des Lernens".
(Renate Zimmer)
Wir tauschen unsere Gruppenräume (Bärengruppe + Mäusegruppe) regelmäßig gegen den Wald aus. Wie eine Woche im Wald nun aber genau aussieht, warum wir überhaupt eine Waldwoche machen, was die Kinder mitbringen sollten, was wir mitbringen und über anderes Wichtiges wollen wir Sie hiermit informieren.
Gründe für eine Waldwoche:
- Außer Spaß und Abwechslung im Kindergartenalltag gibt es noch viele Gründe, die für eine Waldwoche sprechen
- Ein Aufenthalt im Wald ermöglicht aus pädagogischer Sicht für die gesamte kindliche Entwicklung förderliche Erfahrungen, die in vergleichbarer Form und Vielfalt in kaum einem anderen Gebiet gemacht werden können
- Um sein Wahrnehmungssystem ausbauen zu können, muss ein Kind mit allen Sinnen aktiv sein. Und sinnliche Erfahrungen, Tasten, Riechen, Fühlen, Hören und Sehen werden im Freien wie selbstverständlich gewonnen und verknüpft
- Nicht zuletzt aufgrund des Zusammenhangs zwischen Motorik/Bewegung und der geistigen sowie psychischen Entwicklung ist eine Förderung dieses Bereiches sehr wichtig
- Aber auch die Feinmotorik wird durch den vorsichtigen Umgang mit Tieren und Pflanzen sowie anderen Materialien, die sie im Wald finden, gefördert
- Durch den Umgang mit Lebewesen und Pflanzen erlernen die Kinder eine natürliche Achtung und Wertschätzung der Natur. Nur was man kennt, lernt man achten und schätzen.

Quelle: Kindergarten St. Benedikt
Tagesablauf:
Das Waldstück in welchem wir unsere Waldwoche verbringen haben wir zuvor geschaut, welches Waldstück sich am besten eignet. Ist es weit genug von der Straße entfernt und doch nicht zu tief im Wald, ist der Bodenbewuchs nicht zu hoch, zu dornig, ...,
ist es ausreichend groß, bietet es verschiedene Spielmöglichkeiten für die Kinder, gibt es eine ausreichend große freie und möglichst ebene Fläche, auf der wir uns fürs Vesper und die Angebote treffen können, ...
Gleichzeitig darf es keine großen Gefahrenquellen geben.
Wir treffen uns also im Waldstück am vereinbarten Punkt, pünktlich ab 8.00 Uhr und beginnen dort mit einem Morgenkreis. Wir schauen, ob alle da sind, beginnen den Waldtag mit einem Lied oder einem kleinen Spiel und besprechen noch mal die im Wald geltenden Regeln. Und dann geht es „richtig in den Wald!“
Nach dem Morgenkreis geht es dann also in unser Waldstück. Und dann können die Kinder ihr Gebiet in aller Ruhe auskundschaften. Im Wald gibt es immer viel zu entdecken und zu erforschen. Hütten und Fallen können gebaut werden, Tiere können beobachtet werden, Wirtschaften eröffnet und Fische können gefangen werden! – vieles davon natürlich nur in der Fantasie der Kinder beziehungsweise mit den im Wald zur Verfügung stehenden Mitteln.
Je nach Hunger wird gegen ca. 09.30-10.00 Uhr gevespert. Aus organisatorischen Gründen wird im Wald gemeinsam gegessen und auch wegen des Fuchsbandwurms zuvor die Hände gewaschen. Danach findet das Angebot statt –natürlich nur mit Angeboten rund um den Wald. Zum Beispiel: Wird gelauscht, wie sich der Wald anhört, wie er riecht, wie sich bestimmte Dinge anfühlen, geschaut, was man unter dem Moos entdeckt, wie die Tiere heißen, was es für Bäume im Wald gibt, oder ...
Nach dem Angebot folgt noch einmal eine Freispielphase, diesmal eine längere, bevor es wieder um 13.00 Uhr zurück zum Treffpunkt geht.

Quelle: Kindergarten St. Benedikt
Regeln während der Waldwoche:
- Das Waldstück darf ohne unsere Erlaubnis nicht verlassen werden
- Es wird im Wald nur gemeinsam nach dem Händewaschen gegessen
- Es wird nur das mitgebrachte Vesper gegessen. Aus der Natur wird grundsätzlich nichts gegessen

Quelle: Kindergarten St. Benedikt





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