| 1086-1655 | Benediktinerkloser St.Georgen |
| Bis ins 19. Jahrhundert | gab es kaum Katholiken in St.Georgen |
| 1880 | Erster katholischer Gottesdienst nach der Reformation |
| 1889/90 | Bau der ersten kath. Kirche |
| 1893/94 | Bau des Pfarrhauses |
| 1907 | Erhebung zur selbstständigen Pfarrei |
| 1927-1981 | Schwesternstation der Gengenbacher Franziskanerinnen |
| 1954 | Renovierung der alten kath. Kirche |
| 1957 | Planung der neuen Kirche |
| 1960 | Abriss der alten Kirche |
| 15. Oktober 1961 | Einweihung der neuen Kirche |
| 1962 | Fertigstellung des Turms und Weihe der neuen Glocken |
| 1969 | Wahl des ersten Pfarrgemeinderates |
| 1974 | Das Haus unterm Wald entsteht |
| 1978 | Eröffnung des ökumenischen Zentrums |
| 1989...93 | Renovierung, neue Orgel, Wandgemälde |
| 1996 | Kirchturmsanierung |
| 2000 | Kleinere Umgestaltungen im Kirchenraum |
| 2004/5 | Umbau des Franziskushauses (ehemeliges Schwesternhaus) |
| Die Pfarrer | Bis jetzt gab es 7 Pfarrer |
1086-1655
Benediktinerkloser St.Georgen
Bis ins 19. Jahrhundert
Nach dem Niedergang des Klosters St. Georgen in den Wirren des 30-jährigen Kriegs und der Reformation war aus dem Ort des einstmals so bedeutenden Klosters eine rein evangelische Gemeinde geworden. Noch die Zählung von 1812 verrät, dass in jenem Jahr im Kirchspiel St. Georgen 1825 Personen lebten, alle evangelisch. Erst im Zuge der Industrialisierung und dem damit verbundenen Zuzug von auswärtigen Arbeitskräften kamen wieder Katholiken nach St. Georgen. Im Jahre 1843 lag ihre Zahl bei 43. Die Eröffnung der Schwarzwaldbahn im Jahre 1873 tat ein Übriges. 1880 waren es in St. Georgen bereits 191, in Brigach 27, in Peterzell 36 und in Stockburg 9, zusammen also 263 katholische Mitbürger. Diese mussten zunächst den beschwerlichen Weg zum Gottesdienst und zur Christenlehre nach Nußbach auf sich nehmen.
1880
Es sollte noch bis zum Jahre 1880 dauern, ehe in St. Georgen der erste katholische Gottesdienst seit der Reformation stattfinden konnte. Am Sonntag, 11. April 1880 war es so weit. Im Saal des Gasthauses "Bären" hielt Dekan Beck aus Triberg den Gottesdienst. Im Saal dieser Wirtschaft wurde fortan regelmäßig die Heilige Messe gefeiert.
![]() | Natürlich war der Saal im Wirtshaus auf Dauer keine zufriedenstellende Lösung. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche kam auf. Im Frühjahr 1889 konnte mit dem Bau begonnen werden. Am 14. Juli 1889 wurde der Grundstein gelegt. Die Bauarbeiten gingen gut voran und am 10. August 1890 wurde der erste Gottesdienst in der neuen Kirche gefeiert. Die Baukosten beliefen sich auf rund 60 000 Mark. Das Kirchlein hatte eine Grundfläche von 272 qm und bot etwa 300 Sitzplätze. Feierliche Kirchweihe war erst am 21. Juni 1896. |
1893/94
Das heute noch bestehende Pfarrhaus neben der Kirche wurde 1893/94 nach Plänen von Baukontrolleur Weitmann gebaut. Am 24. Juli 1894 kam Kurat Johann Mörmann als erster eigener Geistlicher in die Gemeinde
1907
Ein wichtiges Jahr für die noch junge Gemeinde war 1907. Mit Urkunde vom 30. September 1907 erhob Erzbischof Thomas Nörber St.Georgen zur selbständigen Pfarrei. Der damalige Kurat Emil Hogg wurde somit zum ersten Pfarrer der neu gegründeten Pfarrei. Insgesamt gehörten damals zur frischgebackenen Pfarrei rund 800 Katholiken.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Zahl der Katholiken ständig an. Insbesondere die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg brachten ein rasches Wachstum von Stadt und Pfarrei.
1927-1981
54 Jahre lang bestand in St. Georgen eine Niederlassung der Gengenbacher Franziskanerinnen. In diesen mehr als fünf Jahrzehnten haben die Ordensfrauen viel Gutes getan. In der Krankenpflege, mit der Obhut über einen Kindergarten und mit vielen Diensten im sozialen Bereich waren sie aus dem Leben der Pfarrgemeinde und der Stadt kaum wegzudenken. Im Sommer 1981 musste die Schwesternstation wegen Nachwuchsmangels aufgegeben werden
1954
Ironie der Geschichte. In jenem Jahr wurde die Kirche gründlich renoviert. Dass sie nur 6 Jahre später abgerissen würde, daran dachte Anno 1954 noch niemand.
In jenen Jahren wurde die bestehende Kirche mehr und mehr zu klein. Trotz mehrerer Gottesdienste pro Sonntag herrschte bei gezählten rund 1000 Kirchenbesuchern qualvolle Enge, ganz abgesehen von hohen Festtagen, an denen das Kirchlein völlig überfüllt war.
| Das Jahr 1960 brachte den Abschied von der alten Kirche. Am Weißen Sonntag, 24. April 1960, war der letzte Gottesdienst in der alten Kirche. In den folgenden Wochen fiel der Bau der Spitzhacke zum Opfer. Der Kirchturm fiel am 16. Mai. Am Fronleichnamsfest war der erste Spatenstich zum Neubau. Am 3. Adventssonntag, 11. Dezember, war feierliche Grundsteinlegung für die neue Kirche. | ![]() |
15. Oktober 1961
Der große Tag der Einweihung der neuen Kirche war der 15. Oktober 1961. Konsekrator war Weihbischof Karl Gnädinger. Damals war die neue Kirche noch nicht fertiggestellt. Es fehlte der Turm.
1962
| Im Jahre 1962 erfolgte die Fertigstellung des Turmes und die Weihe der neuen Glocken am 28. Oktober. | ![]() |
1969
Am 26. Januar1969 wurde erstmals ein Pfarrgemeinderat gewählt. Das neue Gremium sollte den Pfarrer unterstützen und die Glaubensverkündung intensivieren.
1974
Die kath. Kirchengemeinde erwarb 1974 ein Anwesen in Peterzell . Das Haus wurde gründlich umgebaut, wobei viel Eigenarbeit aus der Gemeinde erbracht wurde. Schließlich konnte das "Haus Unterm Wald" seine Tätigkeit aufnehmen und ist seither ein beliebter Ort für Freizeiten.
1978
Auf dem Rupertsberg wurde das ökumenische Zentrum als Gemeinschaftsleistung der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden eröffnet. Mit der Planung wurde die Architektengruppe Birkle/Rosenfelder im Februar 1975 beauftragt.
1989-1993
In den Jahren 1989/90 wurde die Kirche innen gründlich renoviert und umgestaltet. Die neue Altarinsel wurde geschaffen. In der Osternacht 1990 erklang erstmals die neue Orgel. Ein völlig neues Gepräge erhielt der Innenraum durch die Anbringung des riesigen Gemäldes an der Chorwand. Auf 136 qm werden Szenen aus der gesamten Heilsgeschichte dargestellt.
1996
Von Mai bis September 1996 wurde der Kirchturm einer umfassenden Sanierung unterzogen. Er wurde weiß getüncht. Auch die Turmuhr wurde erneuert.
2000
Kleinere Umgestaltungen im Kirchenraum: Kurz vor Weihnachten 2000 wurde der neue Tabernakel aufgestellt,
eine neue Konsole für die Marienfigur geschaffen und der Taufstein in die Nähe des Altarraumes gerückt.
![]() Schwesternhaus 2004 vor dem Umbau | Mehr als 10 Jahre lang wurde in den Gremien der Pfarrei über die Zukunft des ehemaligen Schwesternhauses diskutiert, ehe 2004 mit einer grundlegenden Sanierung begonnen werden konnte, die im Sommer 2005 abgeschlossen wurde. Seither stehen in nun Franziskushaus genannten Gebäude drei Wohnungen zur Verfügung, die allesamt vermietet sind. Das Erdgeschoß beherbergt Räumlichkeiten, die gerne für die Aktivitäten der Pfarrgemeinde genutzt werden. Auch der Garten wurde so umgestaltet, dass er bei vielen Festen mitgenutzt werden kann. | Einweihung des Franziskushauses24.07.2005 |








